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Notizen aus Newcastle in Australien.

Die Spinnen!

Ich will eine kurze Pause von der Coronakrise machen und deswegen starte ich hier eine kleine Seite mit Spinnen. Gestern war ich mit meiner Kamera um das Haus unterwegs und habe so einige Tierchen gefunden. Nebenbei habe ich auch eine sehr giftige - tödliche - Sydney Funnel Spider gefunden, sie sitzt im Außenhof unten im Zaun auf einem Ei. Ich muss noch ein wenig mit dem Licht spielen, um ein vernünftiges Bild zu bekommen - hole ich nach.

Das Corona-Virus kommt - die Schulen bleiben (noch) offen

Hier in Australien sind die Schulen (noch) nicht geschlossen. Aber die Grundlagen sind gelegt, dass die Kids auch von zuhause aus weiterlernen können. Australien hat ja eine lange Tradition in distance learning, aber die Digitalisierung ist schon da… Hier oben seht Ihr das Klassenzimmer von Jolanda, die in der ersten Klasse in einer öffentlichen Grundschule ist. Freitags arbeitet sie am Computer, in den anderen Tagen nur manchmal. Sie hat einen eigenen Account für das Schulsystem und außerdem arbeitet sie auf dem Tablet auf Lese- und Mathe-Apps (Zugang von der Schule gesponsert).

Newcastle Show: Alles Wurst

Vielleicht lag es an meinem knurrenden Magen, aber alles, was ich bei unserem Besuch der “Newcastle Regional Show”, eine Art Leistungsshow der heimischen Agrarindustrie - oder vielleicht doch eher eine große Kirmes - sehen konnte, waren Würste. Gleich drei “German Sausage”-Stände waren da. Alle Stände waren farblich mehr oder weniger subtiler schwarz-rot-gold-Farbkombination kodiert. Wir haben unsere Marktwurst letztendlich bei der “Volkswurst” gekauft. Einfach nur, weil wir so von dem umgebauter VW Bulli begeistert waren.

Corona-Virus-Klopapiermangel

Jeder hat von dem Corona-Virus gehört. Jetzt meint anscheinend ganz Australien, dass wir unbedingt anfangen müssen Klopapier zu horten. Weil alle denken, dass es in China produziert wird und bald nix mehr da ist… scheint niemanden zu interessieren, dass über 60% davon hier in diesem Land produziert wird. Auf jeden Fall gibt es jetzt in so gut wie jedem Laden kein Klopapier, Taschentücher oder Desinfektionsmittel mehr. Da haben natürlich gleich ein paar sehr schlaue Menschen eine Nische auf eBay entdeckt, nämlich überteuertes Klopapier zu verkaufen.

Newcastle Ocean Baths in Art Deco

Wenn ich in der City unterwegs bin, habe ich auch immer eine Badehose, Schwimmbrille und ein kleines Handtuch im Rucksack. Denn es lohnt sich immer, kurz in den Newcastle Ocean Baths vorbeizuschauen. Ich bin da etwa drei bis vier mal pro Woche, davon mindestens einmal mit Vincent, während die anderen beim Badminton sind. Allein der Weg zum Ocean Bath (so nennt man hier ein Schwimmbad, das mit Meerwasser gespeist wird) ist sensationell - und ich benutze solche Superlativen nicht oft: Mit dem Auto geht es am Nobby’s Beach (im Video die erste Einstellung) entlang am Meer zu einer Art-Deco-Gebäude aus den 1920ern.

Ein Rockpool der Extraklasse

Als Australien noch eine Sträflingskolonie war, haben die Sträflinge sicherlich viel getan, um nicht nach Newcastle zu kommen. Denn hier wurden sie in den Kohleminen eingesetzt – und die befanden sich gleich neben den wunderbarsten Stränden. Bitter. Unser Nachbar Dave, der fast 30 Jahre in einer mittlerweile stillgelegten Kohlemine am Redhead Beach arbeitete (und ausdrücklich kein Sträfling war), erzählte mir kürzlich, dass die Schächte Kilometer lang unter dem Meeresgrund lagen und das Arbeiten unter dem Meer ganz schön bedrückend war.

Unbekannt Nr. 54

Gestern habe ich in Sydney Nick Bendel getroffen. Ich war „Unbekannter hashtag#54" in seinem hashtag#500lunches Projekt: Er will sich mit 500 “strangers” zum Mittagessen treffen. Im Video dokumentiere ich (leicht verwackelt, weil alles aus der Hand gedreht) meine Reise von Newcastle nach Sydney und stelle Nick ein wenig vor. Er ist ein interessanter Typ und hat mich gleich fleißig ausgefragt - eigentlich stelle ich doch die Fragen! Wir haben über die australische Politik, Status und die richtigen Worte in der gezielten Ansprache, seine dreijährige Reise im Auto (mit Übernachtungen!

(Updated) The Rona!

Das Coronavirus überstrahlt ja gerade alles. Auch hier in Australien. Und auch ich habe bereits in mehreren Beiträgen darüber geschrieben. Warum “the Rona!”? Habe ich hier schon mal erklärt. Da das aber kein Blog über das Coronavirus werden soll, hab ich nun diesen „Sammelartikel“ eingerichtet. Wenn es nichts absolut Besonderes zu berichten gibt, dann werde ich diesen Beitrag immer wieder aktualisieren und das Datum so einstellen, dass dieser Artikel in der Blogübersicht wieder oben steht.

Internationaler Transfer für einen 11-jährigen

Als wir Mitte August nach Australien zogen, fuhren wir ständig an Stadien vorbei, in denen Fußball gespielt wurde. Vor allem Vincent strahlte vor Glück. Denn ein Leben ohne Fußball kann er sich schwer vorstellen. Der Fußball klebt förmlich an seinem Fuß; auch an eher unangebrachten Orten, beispielsweise im Shopping Centre oder in der Bücherei. Umso größer war Vincents Enttäuschung als wir Mitte September hier in Newcastle nach einem Fußball-Club suchten. Plötzlich war niemand mehr auf den Fußballplätzen zu sehen.

Auf ein Neues...

Happy New Year! Diesmal war alles anders: Statt in der Kälte rumzustehen, feierten wir den Jahresausklang bei 42 Grad - zunächst nachmittags am Cavs Beach (Fotos folgen) und dann später auf der Feiermeile von Newcastle. Und da wir diesmal keine Eisrutsche hatten, sind wir einfach ins neue Jahr gesprungen: Ich habe mir vorgenommen, in diesem Jahr öfter und dafür kürzere Beiträge zu schreiben. Also fange ich doch direkt mal damit an (also mit dem Wenigschreiben)!

Neues aus der Räucherkammer

Bevor ich mich heute den wilden Tieren widme, ein kurzes Update zum Feuer. Hier in Newcastle sind wir noch immer recht nah dran an der „Feuerwalze". Momentan brennen in New South Wales etwa 90 Feuer, 40 davon noch nicht unter Kontrolle. Die nächsten Buschbrände sind etwa 20 Kilometer entfernt. Seit Tagen ist der Himmel tieforange und es rieseln ständig Aschepartikel herunter. Es riecht streng wie die Forellen nach einer durchzechten Nacht in der Räucherkammer.

Feuerwalze

Seit wir in Australien sind, gehören die Dürre und Buschfeuer zum täglichen Programm - aber bisher nur im Fernsehen. Das Feuer schien weit weg zu sein, mehrere hundert Kilometer. Es spielte nur eine Rolle zwischen 19 und 19.30 Uhr. Als erste oder zweite News-Story. Vor drei Wochen war die Luft extrem rauchig. Von den Buschfeuern, die mehrere Hundert Kilometer entfernt loderten. Wir fühlten uns sicher. Nur der Rauch kratzte in den Lungen.