Wir bleiben in sicherer Entfernung


Heute war der erste “Home Schooling”-Tag. Nur Lilia war noch einen halben Tag in der Schule, ließ sich dann aber abholen. Sie wollte keine Einzelstunde mit dem Geschichtslehrer. Alle anderen Mitschüler waren schon zu Hause. Ich durfte sie also schon mittags abholen und ganz offiziell im Sekretariat abmelden.

Auf dem Rückweg hatten wir eine verwegene Idee: Wie wäre es mit “Fish and Chips”? Das hatten wir schon eine Weile nicht mehr und zufällig kamen wir am “Ocean Jewel” vorbei. Der Laden füttert die gesamte Nachbarschaft mit in Papier eingewickelten ziemlich ungesunden Fritierspeisen. Hin und wieder ist das schon lecker.

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Zuerst waren wir uns nicht sicher, ob OJ überhaupt offen hatte. Denn seit gestern sind hier die Restaurants offiziell geschlossen. Zumindest Take Out und Lieferdienste gehen noch. Vor dem OJ standen 8 einsame blaue Plastikstühle. Gemütlich sieht anders aus.

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Im OJ wird “safe distance” praktiziert. Man darf nur einzeln eintreten, schnell bestellen und dann einen Platz im Outdoor-Wartezimmer einnehmen, bis man aufgerufen wird. Das ist alles komisch, aber ich fürchte, wir müssen uns nun eine Weile daran gewöhnen.

Heutige Statistik: 1.700 Infizierte und 7 Tote in Australien. In Queensland und Western Australien sind die Grenzen geschlossen. Eigentlich gab es da nie Grenzen, weil es ja nur Bundesländer sind. Aber in Zeiten der Rona! Ist alles anders. Wer nach WA will, muss sich sofort in zwei Wochen Selbstisolation begeben. Hier traut man offensichtlich anderen Australiern nicht mehr so richtig. Nicht gut.