Reiner G�rtner

This Australian Life

Personal dispatches from down-under..

Bushwalking in den Warrumbungles

Ein Ausflug in den Busch, nach Coonabarabran und in den Warrumbungle National Park.

Reiner

3 Minuten Lesezeit

Ausflug in den Warrumbungle National Park

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Die letzten Wochen haben wir so vor uns “hingelebt” – in den heutigen Zeiten ist das eine gute Sache. Schule, Sport und Arbeit standen im Mittelpunkt. Gespannt haben wir die COVID19-Entwicklungen in Victoria und hier in NSW verfolgt und sind glücklich, dass es momentan eher ruhig ist und die Sache im Griff zu sein scheint.

Familie in Warrumbungles

Endlich reisen, das Land erleben: Das hatten wir so vermisst und letzte Woche war es endlich so weit. Die Kinder haben gerade Frühlingsferien und wir waren unterwegs in „Regional New South Wales“. Die Familie auf unserer australischen Seite stammt aus Coonabarabran, einem kleinen Ort, der gerade noch auf der etwas grüneren Seite der „Great Dividing Range“ liegt. Die Fahrt dorthin dauert etwa sechs Stunden, die Straßen werden immer dünner und weniger befahren. An den Seitenstreifen liegen immer mehr tote Kängurus.

Landschaft

Coonabarabran wurde im Jahr 1859 gegründet. In “Coona” leben etwa 2500 Menschen. Es gilt als letzte Servicestation für den angrenzenden Warrumbungle National Park. Die Stadt hat schon bessere Zeiten erlebt. Möchte man hoffen. In der Mitte der Stadt steht auf einem Roundabout ein mit Backsteinen gemauerter Turm mit Uhr, die sogar noch funktioniert. Schräg gegenüber thront das „Imperial Hotel“, welches das „Coonabarabran Hotel“ auf der anderen Straßenseite überlebt hat und nun der einzige gastronomische Platzhirsch in der Stadt ist.

Abgesehen von dem recht neuen Woolworths sehen die kleinen Läden so aus als hätten sie vor etwa 20 Jahre ihr letztes Sortiment gekauft und würden jetzt nur noch abverkaufen. „For Sale“: Alles in der Stadt scheint zum Verkauf zu stehen. Wer ein günstiges Haus will, muss nach Coonabarabran. Hier sind die Straßen breit, die Alleen großzügig und der Verkehr überschaubar.

Wir haben Coonabarabran allerdings mit einem anderen Filter gesehen: Hier hat die Familie in mehreren Generationen gelebt. Die ehemaligen Häuser wurden inzwischen ersetzt oder sind nur noch Ruinen. Am ersten Tag sind wir um „Timor Rock“ gewandert. Das ist ein riesiger Fels gegenüber der ehemaligen Farm, auf der der Großvater meiner australischen Schwiegermutter lebte. Früher durfte sie nie um Timor Rock wandern und deswegen macht sie es jetzt erst recht. Wir haben uns also mit der gesamten Familie durch Buschland gekämpft. Einen Weg gab es nicht, dafür ein großes Känguru, das sich anscheinend vom letzten Verkehrsunfall noch gerade ins dichte Gestrüpp retten konnte und sich vor der Wandergesellschaft ein letztes Mal aufbäumte, um dann mit lautem Gestöhne umzufallen.

Timor Rock

Seit den 1960er-Jahren ist Coonabarabran “Astronomy Capital” in Australien. Insofern war es gut, dass in und um Coonabarabran einfach nichts ist, denn als die Australian National University nach einem Ort für ein riesiges Teleskop suchte, bekam Coonabarabran den Zuschlag, weil die Gegend schon immer als „dunkle Gegend“ ohne viel Streulicht galt und es auch meistens wolkenfrei ist. Wir hatten leider kein Glück, es war eher bedeckt, aber wir werden wiederkommen und uns im “Siding Spring Observatory” einbuchen.

Sliding Spring Obeservatory

Höhepunkt unserer Reise war – abgesehen von den Familienerinnerungen – der Warrumbubgle National Park, der einzige “Dark Sky”-Park in Australien. Ein herrlicher Nationalpark, den wir uns beim nächsten Besuch genauer vornehmen.

Wenn Ihr mögt, schaut Euch das kleine Roadtrip-Filmchen an:

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